Friday, December 9, 2011

Circuitry Of Blades - review by Sonic Seducer

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Nano Infect
Circuitry Of Blades
(Danse Macabre/Alive)

Beim Erklingen des verstörenden Intros entwickeln die Hörer eine erste Vorstellung davon, was sie anschließend erwarten könnte. Der erste richtige Track eines Albums entscheidet nicht selten darüber, ob eine CD den Weg ins Wohnzimmerregal findet oder irgendwo daheim unterm Sofa verschwindet. Nano Infect haben diesen maßgeblichen Song „Abortion“ getauft. Es ist wohl kaum damit zu rechnen, dass Liebhaber brachialer Electro-Klänge danach ernsthaft in Erwägung ziehen werden, das neugeborene Werk des Griechen Sakis wieder abzutreiben. Dafür ist es dann sowieso zu spät. Sakis alias SynthetiC sorgt mit seinem Debüt für reichlich Zündstoff. Songtitel wie „Brain Dead“, „The Dead Are Marching“ und „Nightmare“ werden bei Kinofans Erinnerungen an unvergessene Filmklassiker des Horror- und Zombiegenres aufleben lassen. Musikalisch lässt sich Nano Infect am ehesten mit Suicide Commando, Agonoize und Hocico vergleichen. „Circuitry Of Blades“ wird Aggrotech-Fans vermutlich Freudentränen in die Augen treiben. Dem finsteren Griechen gelingt ein vielversprechendes Erstlingswerk, das Vergleiche mit etablierten Szenegrößen keineswegs fürchten muss.

- Kai Reinbold